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29.04.2015 | 10:00 Uhr | ID: 6627

Ort: NDS / Osnabrück

Fördervereins Osnabrücker Zoo e.V. spendet für Umbau der Klammeraffenanlage

Braunkopfklammeraffen fühlen sich in ihrer neuen Umgebung sichtlich wohl - Jungtiere fühlen sich noch an Mamas Bauch am wohlsten

Wer den 1. Mai für einen Ausflug in den Osnabrücker Zoo nutzt, kann die Braunkopfklammeraffen nun besonders gut beobachten – dank des „Fördervereins Osnabrücker Zoo e.V.“. Denn der spendete dem Zoo 11.000 Euro für den Umbau der Klammeraffenanlage.
Besucher des Osnabrücker Zoos kommen an ihnen nicht vorbei: Braunkopfklammeraffen. Denn die neun Primaten, die zu einer vom Aussterben bedrohten Art gehören, bilden zusammen mit den Flamingos und Präriehunden das Empfangskomitee. „Die schwarzen Klammeraffen mit ihren überlangen Armen sind aus dem Zoo nicht wegzudenken“, so Diana Coppenrath, Vorsitzende des Fördervereins. „Wir haben uns sehr gefreut, den flinken Kletterakrobaten zu einem schöneren und größeren Zuhause verhelfen zu können.“ Der Förderverein wurde 1999 gegründet, um Mittel für den Zoo zu beschaffen. Der 32 Mitglieder starke Verein spendet dem Zoo regelmäßig und konnte im vergangenen Jahr 11.000 Euro für den Umbau der Klammeraffenanlage überreichen. „Der Zoo muss sich praktisch selbst finanzieren, da er kaum kommunal bezuschusst wird“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. „Über so viel Unterstützung freuen wir uns doppelt – und die Klammeraffen auch!“
Doppelt so große Außenanlage
Insgesamt arbeiteten 12 Zoo-Handwerker drei Monate lang an der Anlage. Dank des Fördervereins Osnabrücker Zoo e.V. ist die Außenanlage mit 185 m2 nun doppelt so groß wie zuvor. „Die beiden ursprünglichen Inseln verbindet jetzt eine Sumpfzone, in der Berberitzen und Schilf wachsen. Zudem ist links davon eine weitere Insel angelegt worden“, erläutert Oliver Schüler, als Revierleiter des Unterirdischen Zoos auch zuständig für die Klammeraffen. Seile, auf denen die Primaten ihre Kletterkünste beweisen können, führen von einer Insel zur anderen. Die somit gewonnen neuen Klettermöglichkeiten, auch ein Baum gehört neuerdings dazu, sind für die Klammeraffen besonders interessant: Denn wie ihre Artgenossen in den Regenwäldern Kolumbiens halten sich die Osnabrücker Braunkopfklammeraffen eher in den höheren Bereichen ihrer Anlage auf. Die beiden Männchen und fünf Weibchen klettern und balancieren mit Hilfe ihres langen Greifschwanzes über die Seile oder liegen ganz entspannt im Gras oder auf den hohen Plattformen in der Sonne. Auch die zwei im April und Februar geborenen Jungtiere werden sicherlich bald die neuen Klettermöglichkeiten austesten, allerdings verbringen sie ihre ersten zehn Lebensmonate hauptsächlich festgeklammert am Bauch oder Rücken der Mutter.



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